Motorradtour Pyrenäen

Gut vorbereitet ging es im Oktober auf die lange Anreise, 1550 km mussten zurückgelegt werden, die Motorräder waren in den Autos gut verzurrt. 16 Stunden im Auto, das fordert, aber die Aussichten für einige Tage Pyrenäen waren mit im Gepäck und das ließ die Strapazen vergessen. Als Standort wurde ein Campingplatz im spanischen Vorland der Pyrenäen gewählt, von dort wurden Tagestouren gefahren.

Es ging auch an Tag eins direkt los, bei bestem Wetter wurde eine 220 km lange Einführungstour unternommen, die alles Pyrenäentypische beinhaltete: Schnelle Landstraßen mit langen Kurven, schmale Bergstraßen mit Serpentinen und enge Landstraßen mit Kurven, Kurven, Kurven, und zwischendurch ein landestypisches Mittagessen.

Tag zwei war dann schon anspruchsvoller: Die Runde gut 300 km lang, es ging in den Nationalpark Ordesa y Monte Perdido. Die Anfahrt erfolgte über eine Kammstraße inklusive Besichtigung eines buddhistischen Tempels, anschließend an einem türkisblauen Stausee vorbei und ab in den Nationalpark. Landschaftlich unglaublich schön, tolle Straßen, der Cañón de Añisclo wurde durchfahren. Bei einem guten Mittagessen endete der schöne Teil der Runde, zurück zum Campingplatz ging es dann über schnelle Landstraßen.

Am dritten Tag ging es in ein Skigebiet in die Pyrenäen, hoch zum Pass Bonaigua auf 2072 m. Die Anfahrt erfolgte von Süden, da auf der nördlichen Rampe eine Baustelle in den Serpentinen die Durchfahrt nur in großen Zeitabständen möglich macht. Das Ziel war, die Serpentinen hochzufahren und dann, falls die Straße offen ist, nördlich wieder herunterzufahren. Da die Straße aber wie angenommen geschlossen war, war es eher eine Wohltat als eine Strafe, diese wilden schnellen Serpentinen wieder herunterzufahren. Die Straßen waren dermaßen leer, weil ja durch die Sperrung kein Durchgangsverkehr vorhanden war. Traumhaft!!!!

Der vierte Tag ging Richtung Andorra, also mehr in die östlichen Pyrenäen, die sich landschaftlich wieder ganz anders zeigen und absolute Traumstraßen beinhalten. Die Orte Coll de Nargó, Sort, La Seu d’Urgell, St. Llorenç de Morunys versprechen Traumstraßen für Motorradfahrer, diese Straßen und Ausblicke sind nicht beschreibbar. Da muss man als Motorradfahrer einmal gewesen sein, um das zu erleben. Ein Hochgenuss.

Am letzten Tag ging es über kleine Nebenstrecken ins Tal de Benasque, hier sind die drei bis auf ca. 1800 m hochgefahren, die Straße endete dann einfach vor einem Felsen. Es wurde eine zünftige Rast gemacht, mit dem mitgebrachten Gaskocher wurde Kaffee und Tee gekocht, dabei wurden leckere Spezialitäten zu sich genommen. Anschließend ging es dann zurück zum Standort. Nachmittags wurden die Motorräder wieder verladen, und am nächsten Morgen ging es sehr früh, mit ganz vielen tollen Erinnerungen wieder auf den langen Weg nach Hause.

Das Wetter war an allen Tagen hervorragend!
Das Abenteuer Pyrenäen war eine absolute Top-Veranstaltung!

Vorarbeiter II
Oktober 2026
Motorradtour Pyrenäen

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